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1929- 2004
Die große Herausforderung beginnt in 1929. MARIO MILANI erkennt seine Chance. Er kauft Schmiedewerkzeug ein und wird Unternehmer. Sektor: Eisenbearbeitung. Um 1930 nimmt er sich einen Gehilfen, seinen Freund Giovanni Artuso. Bereits seit 1934 konzentriert sich seine Tätigkeit auf Krankenhäuser und Sanatorien. Milani wagt sich mit seiner Produktion von Artikeln des täglichen Bedarfes insbesondere auf die beiden Bereiche Schule und Gesundheit: vor allem Kleinmöbel, aber auch Hocker, Stühle, Schränke, Schreibtische, Verbandskästen, Tische, Auftritte, Kleiderständer und Abfallkörbe. Später die ersten Werkzeugmaschinen langen ein und unterstützen die reine Handwerksarbeit des fleißigen Bassanesers. In der Zeit um 1950 die Officine Milani spezialisieren sich auf die industrielle Produktion von Artikeln für Gewerbebetriebe. 1953 zählt man 12 Angestellte. Diese Zahl erhöht sich bereits drei Jahre später auf 35. Um 1955 beginnt Milani die Zusammenarbeit mit Valentino Piccolotto, die ein Jahrzehnt dauern sollte. Piccolotto wird Gewerbetreibender am Schuhsektor und gründet die Firma Madras. Milani läßt nicht locker und bereitet sich darauf vor, Umkleideschränke auf den Markt zu bringen.
Anfang der sechziger Jahre wird gemeinsam mit Piccolotto die Idee geboren, die Firma Fru zu gründen. Man beabsichtigt die Herstellung von Heizkörpern. Im Jahr 1962 wird eine neue Halle in Rosà in Betrieb genommen. Dort hat die Fru Sas ihren Sitz, eines der damals 130 aktiven Unternehmen in Bassano am Metall-und Maschinenbausektor. Bald wird aber die Idee mit den Heizkörpern, die Milani nicht restlos überzeugt, wieder fallen gelassen und es wird die "Fabbrica Ripiani Universali" gegründet, die auf Empfehlung von Piccolotto, Einsebehälter produziert. Die Firma Fru beginnt kurz darauf im Jahr 1963 die Kooperation mit der Einzelfirma Fami, dem natürlichen Erben der Officine Milani, die ihre Tätigkeit trotzdem noch für einige Jahre fortsetzt. Die offizielle Gründungsurkunde der Fami ist mit 20 Oktober 1962 datiert. Der Geschäftssitz bleibt vorübergehend in der Ca' Molin. Gesellschafter der Fa. Fru, deren Produktion sich künftig nicht wesentlich von jener der Fami unterscheidet, ist Piccolotto, währed die Milani sich an seiner Firma Stam beteiligen, die automatische Förderer aus Metall erzeugt. Für die ehemaligen Officine Milani arbeiten rund achtzig Personen. Fami expandiert und verlegt den Firmensitz nach Rosà, in eine Halle neben der Fru. Fami und Fru wandeln sich in eine offene Handelsgesellschaft (Snc) um...

Die ersten Mitarbeiter

Der erster Betrieb

Die ersten Produkte

Die Industrialisierung

Messen in den '70 und '80 Jahren


Heute (Plastikproduktion)

Heute (Varsandlager)

Rosà (Plastikproduktion)

Der neuer Betrieb in Rossano
(Stahlproduktion)

...Die Söhne von Mario Milani sind die Gesellschafter der Fami. 1970 werden die ersten Kontakte mit dem ausländischen Markt geknüpft (der Firma Setam in Frankreich) und gleichzeitig entstehen Geschäftsbeziehungen zu Schweizer Unternehmen. Neben der Qualität und der Flexibiltät, sich den individuellen Wünschen der Kunden anzupassen, erweist sich die Produktivielfalt als zusätzliches Plus. Fami begreift, daß eine Ausweitung am Markt nur über die regionalen und nationalen Grenzen hinaus funktionieren kann. Die Mustermessen dienen als Sprungbrett. Zum einen kann das Unternehmen ganz gezielt Werbung betreiben, zum anderen können Besucher und Aussteller aus ganz Italien und dem Ausland angesprochen werden. Im Laufe der siebziger Jahre vervielfacht sich das Produktangebot: Behälter und Kunststoffkästen, Regalsysteme, Industrieschränke. 1980 bedeutet hingegen für das Unternehmen von Milani einen weiteren Schritt nach vorne. Die Fami spa entsteht, ein von Fami srl, Fru srl und von den Kindern des Mario Milani, die einen Teil der Anteile besitzen, kontrolliertes Unternehmen. Geschäftlich gesehen erfolgt die Konsokidierung am europäischen Markt, innerhalb dessen Fami während der 80er Jahre zu einem Leaderunternehmen avanciert. Aber zuerst etabliert sich Fami in Italien, wo im Laufe der Zeit ein engmaschiges Vertriebssnetz entsteht, das vom Mutterhaus in Rosà aus koordiniert wird und bis in alle Italien. Fami konsolidiert sich in der Zwischenzeit als modernes Unternehmen. Ein Großteil des Produktionsprozesses wird automatisiert. Heute zählt Fami 300 Angestellte und vier Filialen in Deutschland, Schweiz, Polen und Österreich. Mit der Unternehmensführung sind in erster Linie die Söhne von Mario betraut, die Geschäftsführer Gianni und Bruno, während in der Fa. Fami bereits die dritte Generation der Enkelkinder tätig ist. Das Mutterunternehmen erstreckt sich mit seinen verschiedenen Abteilungen auf einer Gesamtfläche von fast 200.000 Quadratmetern, von denen etwa 90.000 überdacht sind und als Büros, Produktionsstätten und Lager dienen.






P.s.:Der barsche Mario liebte es
zum Beispiel, kleine Rosen aus
Eisen zu verschenken, die er
selbst einzupacken pflegte.

 

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